Ihre Bezirksnachbarn zahlen nicht Ihre Prämie
Der Bezirk liegt zwischen Kanton und Gemeinde. Für die Prämienberechnung spielt er keine Rolle — und genau das macht ihn interessant: 26 der 135 Schweizer Bezirke überqueren eine Tarifgrenze, ohne es zu merken.
Zwei Einteilungen, die sich nicht decken
Eine Prämie hängt vom Paar Kanton + Prämienregion ab: 42 Zonen für die ganze Schweiz. Der Bezirk dagegen ist eine administrative und historische Einteilung, gezeichnet für Zivilstand und Justiz, nicht für die Tarifierung der Gesundheit. Nichts zwingt sie zur Deckung, und in 26 Fällen decken sie sich nicht.
Das Ergebnis zeigt sich vor Ort: Zwei Gemeinden desselben Bezirks, oft benachbart, oft auf dasselbe Spital und denselben Bahnhof ausgerichtet, zahlen unterschiedliche Prämien für die Deckung, die das Gesetz Wort für Wort gleich definiert.
Was das kostet
Im Bezirk Wil (St. Gallen) erreicht der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Zone CHF 936.60 pro Jahr. Die Tabelle zeigt die fünf Bezirke, in denen der Schnitt am meisten weh tut.
Das ist kein Verwaltungsfehler, sondern die mechanische Folge zweier übereinandergelegter Karten. Aber es ist eine Information, die niemand gibt, wenn man zwei Wohnungen vergleicht — und sie wiegt schwerer als so mancher Mietunterschied.
Die Zahlen
| Wil | St. Gallen | 10 | CHF 936.60 |
| Hérens | Wallis | 6 | CHF 898.80 |
| Sierre | Wallis | 10 | CHF 898.80 |
| Liestal | Basel-Landschaft | 14 | CHF 762.00 |
| St. Gallen | St. Gallen | 9 | CHF 720.60 |
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Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), offizielle Prämien und Archive.