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Sophie

Die Hypothek in der Schweiz

Der ausgeschriebene Zins ist das Letzte, worauf man schaut. Über das Dossier entscheiden Eigenmittel und Tragbarkeit.

Geht Ihr Dossier durch?

Die zwei entscheidenden Regeln, auf Ihre Zahlen angewandt. Diese Rechnung macht die Bank, bevor sie den Zins anschaut.

Das Dossier geht durch

  • EigenmittelCHF 200'000 / CHF 170'000
  • Kalkulatorische KostenCHF 46'556 / CHF 50'000 31.0 % des Bruttoeinkommens

Die Rechnung im Detail

Kalkulatorischer Zins (5 %)
CHF 32'500
Amortisation
CHF 5'556
Unterhalt und Nebenkosten (1 %)
CHF 8'500
Jahreskosten
CHF 46'556
Zulässiges Maximum
CHF 50'000

Maximal finanzierbarer Preis

CHF 891'000

mit diesen Eigenmitteln und diesem Einkommen

Der kalkulatorische Zins von 5 % ist nicht der Zins, den Sie zahlen: er dient der Bank zur Prüfung, ob Sie es bei steigenden Zinsen noch tragen würden. Diese Regel, nicht der Tageszins, blockiert die meisten Dossiers.

Die Regel der 20 % Eigenmittel

Mindestens 20 % des Kaufpreises müssen eingebracht werden. Mindestens die Hälfte davon aus freiem Sparen — Konto, Wertschriften, Säule 3a, Schenkung. Die andere Hälfte kann aus der 2. Säule stammen, per Vorbezug oder Verpfändung.

Vorsicht beim Vorbezug: er senkt Ihre Rentenleistungen und löst eine sofortige, wenn auch reduzierte, Besteuerung aus.

Die Drittelsregel

Die kalkulatorischen Kosten dürfen einen Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Gerechnet wird mit einem fiktiven Zinssatz — oft 5 % — weit über dem realen, plus Amortisation und 1 % des Kaufpreises für den Unterhalt.

Diese Regel, nicht der Tageszins, blockiert die meisten Dossiers. Sie erklärt, warum ein Paar, das die Hypothek zum realen Zins mühelos zahlen würde, die Finanzierung nicht erhält.

Festzins oder SARON

Der Festzins fixiert die Rate für eine gewählte Dauer: Sie wissen, was Sie zahlen, und Sie zahlen für diese Gewissheit. SARON folgt dem Geldmarkt: historisch im Mittel günstiger, aber er steigt mit den Zinsen, und das muss man tragen können.

Viele Dossiers mischen beides über mehrere Tranchen, damit nicht die ganze Schuld im selben Jahr zu erneuern ist.

Die vergessenen Kosten

  • Handänderungssteuern, je nach Kanton verschieden.
  • Notariats- und Grundbuchkosten.
  • Errichtung des Schuldbriefs.
  • Bearbeitungsgebühren der Bank.

Was den Preis macht

  • Höhe und Herkunft der Eigenmittel.
  • Das Haushaltseinkommen und seine Dauerhaftigkeit.
  • Objektart und Lage.
  • Laufzeit und Zinsart.
  • Die vorgesehene Amortisation.

Auf dieser Seite stehen keine Tarife. Anders als bei den KVG-Prämien publiziert kein öffentliches Register die Preise dieser Sparte: sie hängen von Ihrem Profil ab und werden im Einzelfall gerechnet. Hier einen Betrag zu nennen wäre erfunden.

Die anderen Sparten