Zum Inhalt springen
Sophie

Das KVG verstehen

Die ganze Logik des Vergleichs steckt in einem Rechtssatz: der Katalog der Grundleistungen ist gesetzlich festgelegt und gilt für alle Kassen gleich.

Eine Pflicht, ein einziger Katalog

Wer in der Schweiz Wohnsitz nimmt oder geboren wird, muss sich binnen drei Monaten versichern. Im Gegenzug legt das Krankenversicherungsgesetz die gedeckten Leistungen fest: Konsultationen, Spitalaufenthalt in der allgemeinen Abteilung des Wohnkantons, Arzneimittel der Spezialitätenliste, Mutterschaft und der Rest.

Eine Kasse darf aus dieser Liste nichts streichen und im Rahmen der Grundversicherung nichts hinzufügen. Darum ist ein Leistungsvergleich sinnlos — und ein Preisvergleich alles andere als das.

Was das Gesetz den Kassen verbietet

  • Eine Aufnahme in die Grundversicherung ablehnen, unabhängig von Alter und Gesundheit.
  • Medizinische Fragen für die Grundversicherung stellen.
  • Mit der Grundversicherung Gewinn erzielen: sie ist getrennt und kostendeckend zu führen.
  • Prämien nach Geschlecht oder Gesundheitszustand differenzieren.

Was die Preisunterschiede dann erklärt

Dreierlei: Kanton und Prämienregion Ihres Wohnorts, Kostenstruktur und Versichertenbestand der Kasse, sowie Modell und Franchise Ihrer Wahl. Sonst nichts. Eine höhere Prämie kauft keine besseren Grundleistungen.

Die drei Altersklassen

Kinder bis 18, junge Erwachsene von 19 bis 25, Erwachsene ab 26. Der Wechsel erfolgt auf den 1. Januar nach dem Geburtstag und erklärt die meisten «unerklärlichen» Prämiensprünge in einer Familie.

Sophies Ratgeber