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Sophie

Hausarzt, HMO oder Telemedizin?

Ein alternatives Modell senkt die Prämie im Tausch gegen eine Auflage: ein Erstkontakt vor jeder Facharztkonsultation. An den vergüteten Leistungen ändert sich dagegen nichts.

Das Standardmodell

Freie Arztwahl, Fachärzte eingeschlossen, ohne Umweg. Das teuerste Modell — und heute das am seltensten gewählte.

Das Hausarztmodell

Sie bestimmen einen Grundversorger aus einer Liste. Er wird Ihr Einstiegspunkt: jede Facharztkonsultation läuft zuerst über ihn, ausser bei Notfällen sowie je nach Kasse Gynäkologie und Augenheilkunde.

Das verbreitetste Modell. Die Auflage wiegt leicht, wenn Sie bereits einen Hausarzt haben — er muss allerdings auf der Liste der gewünschten Kasse stehen.

Die HMO-Praxis

Sie verpflichten sich, in einem Netz von Gruppenpraxen zu konsultieren. Die Prämiensenkung ist meist die stärkste der drei, dafür wählen Sie Ihren Arzt innerhalb der Praxis nicht, und das Netz muss in Ihrer Nähe existieren.

Die Telemedizin

Sie rufen vor jeder Konsultation eine medizinische Beratungsstelle an. Man leitet Sie weiter, manchmal behandelt man Sie aus der Ferne. Die Auflage ist leicht und die Senkung real, aber der Anruf ist obligatorisch: ihn zu überspringen kann die Vergütung kosten.

Vor der Unterschrift prüfen

  • Ist der verlangte Arzt oder das Netz von Ihnen aus erreichbar?
  • Welche Ausnahmen akzeptiert die Kasse ohne Erstkontakt?
  • Was geschieht bei direkter Konsultation: Vergütungsverweigerung oder blosse Ermahnung?

Sophies Ratgeber