Die Prämie folgt den Kosten, nicht umgekehrt
Die von der Grundversicherung vergüteten Leistungen kosten in der Schweiz CHF 4'833.66 pro versicherte Person und Jahr — je nach Kanton von CHF 3'567.01 bis CHF 5'886.41. Gegen die tiefste Prämie jedes Kantons gehalten, erklären diese Kosten 88.5 % des Unterschieds.
Was die Zahl bedeutet
Behandlungskosten und tiefste Prämie schwanken von Kanton zu Kanton gemeinsam: 88.5 % des Prämienunterschieds erklärt sich durch den Kostenunterschied. Die Richtung ist keine Auslegungsfrage — keine Kasse kann dauerhaft weniger verrechnen, als sie vergütet.
Die Folge ist unmittelbar: ein grosser Teil der Differenz zum Nachbarkanton geht auf die vor Ort beanspruchten Leistungen zurück, nicht auf den Tarif eines Versicherers. Ein Kassenwechsel lässt sie nicht verschwinden. Was zu holen bleibt, ist real — aber es ist die Differenz INNERHALB des Kantons.
Kantone, die von der Geraden abweichen
Der Kanton Schaffhausen liegt mit seiner tiefsten Prämie am weitesten unter der Geraden: CHF 513.42 pro Jahr weniger, als seine Kosten erwarten liessen. Umgekehrt weicht Genf um CHF 449.94 nach oben ab.
Achtung, was diese Abweichung misst. Die hier verwendete Prämie ist das BESTE Angebot des Kantons, nicht sein Durchschnitt. Ein Kanton deutlich unter der Geraden ist also einer, in dem mindestens eine Kasse aggressiv kalkuliert — ein Mass für den lokalen Wettbewerb, kein Beleg dafür, dass ein anderer Kanton zu viel verlangt.
Die Zahlen
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Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), offizielle Prämien und Archive.