Zum Inhalt springen
Sophie

Die Bonusstufe, erklärt

Jedes schadenfreie Jahr senkt Ihre Prämie um eine Stufe. Ein einziger Schadenfall hebt sie um mehrere auf einmal — und das zahlt sich über Jahre.

Wie sie sich bewegt

Die Bonusstufe ist ein Prozentsatz auf der Grundprämie. Sie sinkt pro schadenfreiem Kalenderjahr um eine Stufe und steigt um mehrere, sobald Ihnen ein Schaden angerechnet wird.

Seit der Marktliberalisierung von 1996 gibt es keinen amtlichen Tarif mehr: jeder Versicherer legt seine eigene Skala, seine Stufen und die Zahl der Stufen fest, die ein Schaden kostet. Zwei Gesellschaften können denselben Unfall sehr unterschiedlich behandeln — das ist eine Klausel zum Lesen, keine Regel zum Auswendiglernen.

Die Rechnung vor der Meldung

Bei einem selbstverschuldeten Schaden, den Sie auch selbst bezahlen könnten, lautet die Frage nicht «habe ich Anspruch», sondern «was kostet mich das insgesamt».

Fragen Sie Ihren Versicherer nach der Stufe nach der Meldung und nach der Zahl der Jahre bis zur Rückkehr. Multiplizieren Sie die Mehrprämie mit diesen Jahren, addieren Sie den Kasko-Selbstbehalt, und vergleichen Sie mit der Offerte. Unter einigen hundert Franken ist Selberzahlen häufig günstiger.

Diese Frage stellt sich nur für Ihre eigenen Schäden. In der Haftpflicht fordert die geschädigte Person direkt bei Ihrem Versicherer: ob gemeldet wird, entscheiden nicht Sie.

Die Stufe gehört Ihnen

  • Sie geht auf einen neuen Versicherer über. Verlangen Sie den Schadenverlaufsausweis VOR der Kündigung: ohne ihn beginnen Sie auf einer ungünstigen Stufe.
  • Der «geschützte Bonus» verhindert den Anstieg nach einem Schaden. Er kostet und lohnt sich vor allem bei hoher Fahrleistung.
  • Ein Schaden, den Ihr Versicherer vollständig beim haftpflichtigen Dritten zurückholt, sollte Ihre Stufe nicht belasten. Prüfen Sie das auf der Erneuerungspolice.
  • Die Stufe hängt an der Person, nicht am Fahrzeug: ein Autowechsel setzt sie nicht zurück.

Sophies Ratgeber