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Sophie

Wird das Privatzimmer übernommen?

Nein. Die Grundversicherung zahlt die allgemeine Abteilung, in einem Spital auf der Liste Ihres Wohnkantons. Alles Übrige ist eine Zusatzversicherung.

Was die Grundversicherung deckt

Die obligatorische Versicherung übernimmt den Spitalaufenthalt in der allgemeinen Abteilung, in einem Betrieb auf der Spitalliste Ihres Wohnkantons. Die Behandlung ist dieselbe: nicht die medizinische Qualität ändert sich mit der Abteilung, sondern der Komfort und die Arztwahl.

Ausserkantonal gilt die Übernahme nur in zwei Fällen: Notfall und medizinische Gründe — wenn die nötige Behandlung bei Ihnen nicht verfügbar ist. Eine persönliche Vorliebe für ein Spital in einem anderen Kanton genügt nicht, und die Differenz kann erheblich sein.

Was jede Abteilung ändert

  • Allgemein: Mehrbettzimmer, diensthabende Ärztin, Spital Ihres Kantons.
  • Halbprivat: Zweibettzimmer, erweiterte Arztwahl, Zugang zu ausserkantonalen Spitälern.
  • Privat: Einzelzimmer, freie Arztwahl, Zugang zur ganzen Schweiz und oft zu Privatkliniken.

Was vor dem Abschluss zu prüfen ist

Eine Spitalzusatzversicherung wird mit Gesundheitsfragebogen abgeschlossen, und der Versicherer darf ablehnen oder Vorbehalte anbringen. Das Gegenteil der Grundversicherung, die alle bedingungslos aufnehmen muss.

Drei Punkte lohnen die Lektüre vor der Unterschrift: die Liste der tatsächlich zugänglichen Betriebe, die Höhe einer allfälligen Kostenbeteiligung, und die Entwicklung der Prämie mit dem Alter. Eine Spitalzusatzversicherung kostet mit dreissig wenig und mit sechzig viel — und mit sechzig kann man sie nicht mehr wechseln.

Sophies Ratgeber