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Sophie

Wird Osteopathie übernommen?

Von der Grundversicherung nicht, und eine ärztliche Verordnung ändert daran nichts. Das ist eine der häufigsten Verwechslungen, weil Physiotherapie sehr wohl übernommen wird.

Was das Gesetz sagt

Osteopathie steht nicht im Leistungskatalog der obligatorischen Versicherung. Anders als die Physiotherapie kommt sie auch auf ärztliche Verordnung nicht hinein: der Katalog kennt diese Leistung nicht, und ein Rezept schafft keinen Anspruch, der nicht existiert.

Das ist kein Urteil über die Methode. Osteopathie ist in der Schweiz ein anerkannter Gesundheitsberuf, mit interkantonalem Diplom seit 2012. Sie gehört schlicht auf eine andere Etage des Systems: die Zusatzversicherungen.

Die Verwechslung mit der Physiotherapie

Physiotherapie wird von der Grundversicherung auf ärztliche Verordnung übernommen — neun Sitzungen, verlängerbar. Viele schliessen daraus, für Osteopathie gelte dasselbe, und entdecken den Unterschied auf ihrer Abrechnung.

Lässt sich Ihr Problem mit dem einen oder dem anderen behandeln, lohnt sich die Frage nach der Übernahme beim Arzt vor der Wahl. Bei vergleichbarer Wirksamkeit für Ihren Fall ist der Kostenunterschied über ein Behandlungsjahr nicht nebensächlich.

Was eine Zusatzversicherung ändert

Ambulante Zusatzversicherungen decken Osteopathie, meist zu 75 bis 90 Prozent pro Sitzung, mit einem Jahresmaximum von einigen Hundert bis einigen Tausend Franken.

Zwei Bedingungen kehren überall wieder: die Osteopathin muss bei einem Berufsregister anerkannt sein (EMR, ASCA) und oft das interkantonale Diplom besitzen. Klären Sie das vor der ersten Sitzung mit der Praxis — sie weiss es, und die Frage kostet nichts.

Sophies Ratgeber