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Sophie

Die Gesundheitsfragen

Es ist das meistunterschätzte Dokument der Schweizer Versicherung. Man liest es einmal, unterschreibt es in fünf Minuten, und es entscheidet, was zehn Jahre später bezahlt wird.

Wo es sie gibt, und wo nicht

In der Grundversicherung gibt es keine Gesundheitsfragen: die Aufnahmepflicht verbietet es einer Kasse, abzulehnen oder zu fragen. Sie können jedes Jahr wechseln, ohne etwas zu deklarieren.

In der Zusatzversicherung ändert sich alles. Der Versicherer darf fragen, ein Leiden ausschliessen, die Prämie erhöhen oder ablehnen. Dieses Dokument entscheidet, und es wird einmal für die ganze Vertragsdauer ausgefüllt.

Was zu deklarieren ist, und wie

  • Was Sie wissen, und was Sie vernünftigerweise wissen müssten. Eine laufende Behandlung, eine kürzliche Konsultation, eine geplante Untersuchung: das wird deklariert.
  • Schriftlich, auf dem Formular. Eine mündlich an eine Beraterin gegebene Auskunft hat nicht denselben Wert, wenn sie nicht übertragen wird.
  • Ohne an seiner Stelle zu entscheiden. Nicht Sie beurteilen, ob eine Vorgeschichte wichtig ist: Sie erwähnen sie, der Versicherer zieht die Schlüsse.
  • Bewahren Sie eine Kopie des ausgefüllten Formulars auf. Sie ist der einzige Beweis dafür, was Sie deklariert haben — und an dem Tag, an dem sie gebraucht wird, ist es zu spät, sie zu rekonstruieren.

Was bei einem Versäumnis geschieht

Entdeckt der Versicherer, dass eine erhebliche Tatsache nicht deklariert wurde, obwohl Sie sie kannten oder kennen mussten, kann er den Vertrag innert kurzer Frist ab dieser Entdeckung kündigen und die damit zusammenhängenden Leistungen verweigern — auch für einen bereits eingetretenen Fall.

Die Folge ist also nicht nur der Verlust des künftigen Schutzes: es ist der Verlust dessen, den man zu haben glaubte. Deshalb löst man einen Zweifel immer durch Deklarieren, nie durch Schweigen.

Dieses Risiko betrifft nur die Zusatzversicherung. Ihre Grundversicherung bleibt Ihnen in jedem Fall erhalten.

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